Kinder auf dem Weg ins Internet begleiten – aber wie?

Auch im Internet gibt es inzwischen eine große Fülle an gutem Material, das sehr lehrreich und pädagogisch wertvoll aufbereitet ist. Der Zugang durch Kinder bedeutet aber immer auch ein gewisses Risiko, auf das Sie Ihr Kind unbedingt aufmerksam machen sollten.  (Sicherheit, Datenschutz, Werbung, Links zu unerwünschten Seiten, ect.) Das verlangt etwas Aufwand, die Sicherheit Ihres Kindes sollte es Ihnen jedoch wert sein.

Grundsätzlich sollte man erst Kindern ab etwa 9 Jahren diesen Weg eröffnen.

Ein gut geeigneter Film, der auf die Risiken im Internet aufmerksam macht kommt von http://www.seitenstark.de

Lizenz durch: https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/

So gehen Sie vor:
  • Am besten informieren Sie sich bereits bevor Sie mit dem Kind loslegen über bekannte und weniger bekannte Risiken. Dazu finden Sie auch hier viele nützliche Tipps: www.surfen-ohne-risiko.net.
  • Machen Sie Ihr Kind auf die versteckten Risiken aufmerksam, indem Sie zu Beginn erstmal gemeinsam surfen. Schauen Sie besonders zu Beginn miteinander, was es im Netz für Kinder gibt. Je nach Entwicklungsstand und Alter wird Ihr auch Kind feststellen, dass eine geschützte Kinderseite sinnvoll ist und außerdem die Kindersuchmaschinen (s.u.) ihm einen prima Dienst erweisen, weil sie viel schneller an die für sie verständliche Texte und Inhalte gelangen.

Schritte zur Erhöhung der Sicherheit

  • Bevor Sie also Ihr Kind richtig loslegen lassen, richten Sie ihm am PC z.B. eine eigene Benutzeroberfläche (Account) ein. Dort kann es dann eingeschränkte Rechte erhalten und auch nicht versehentlich etwas herunterladen. Anleitungen finden Sie auch im Internet dazu. ( Sie können dort übrigens auch einen Jugendschutz einrichten, das garantiert aber leider nicht, dass nicht doch über Umwege dann trotzdem Jugendgefährdendes erscheint!)
  • Achten Sie auch darauf, dass bei den genutzten Smartphones und Tablets eine Kindersicherung eingerichtet wurde. Details und Hilfen finden Sie bei: www.Kindermedienland-bw.de
  • Eine ganz genaue Anleitung erhalten Sie auch über diesen link:   https://www.kindermedienland-bw.de/de/startseite/beratung/medien/smartphonehandy/kinderschutzfilter-apps/ und, um sichere Einstellungen vorzunehmen, finden Sie auch hier gute Hilfen: http://www.surfen-ohne-risiko.net
  • Deaktivieren Sie Bluetooth und „In-App-Käufe“.
  • Am besten richten Sie für Ihr Kind eine Startseite ein, die die erwünschten Seiten auf einen Blick als Positivliste anbietet. ( Wie das geht, finden Sie auch im Internet bei Google z.B.) Hier können Sie selbst festlegen, was Ihrem Kind dargeboten wird. Zu empfehlen ist diese:  www.meine-startseite.de

 

  • Falls Sie eine Email-Adresse für Ihr Kind anlegen möchten, achten Sie darauf, dass man keine Rückschlüsse auf die Person, das Alter oder Geschlecht, ziehen kann.
  • Stellen Sie den Rechner so auf, dass Sie immer mal wieder Ihrem Kind über die Schulter schauen können.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind ab, was es machen darf und was nicht, z.B. mit wem es online kommunizieren, welche Fotos man einstellen darf, welche nicht? ect..
  • Besonders zu empfehlen sind die kurzen, teils interaktiven Lernfilmchen für die Kinder auf www.internet-abc.de! Die können Sie gemeinsam anschauen und interaktiv bearbeiten. Dort kann das Kind auch eine Art Prüfung machen, den Internet-Surfschein zum Ausdrucken, was Kindern ab 9 Jahren sicher Spaß macht.

Empfehlenswerte Kinderwebseiten und Kindersuchmaschinen:

www.fragfinn.de

www.blinde-kuh.de 

http://www.internauten.de

http://www.seitenstark.de

Weitere informative Links für Eltern, Lehrer und Lehrerinnen:

http://www.schau-hin.info

http://www.lmz-bw.de/erste-schritte-im-netz

http://www.klicksafe.de

 

Über den Autor

Jutta Hüning
Redakteurin

Seit 19 Jahren praktizierende Lehrerin und Multimediaberaterin mit Freude am Entdecken der Möglichkeiten des individualisierten Lernens mit digitalen Medien.